Vor ein paar Wochen habe ich schon einmal darüber geschrieben, wie ich zu meinen Stundensätzen komme (hier gehts zum Artikel ). Aus aktuellem Anlass greife ich dieses Thema heute noch einmal auf.
Heute in der Früh habe ich mit einem Freund von mir telefoniert, der Grafiker ist. Zufällig sind wir auf das Thema Stundensätze zu sprechen gekommen und er sagte mir: "Wenn ich auf 40 Euro die Stunde verlangen kann, dann ist das eh schon sehr viel. Bei den meisten Aufträgen kriege ich weniger."
Ein anderes Beispiel: Die Freundin eines Bekannten ist ebenfalls Grafikern. Bis vor nicht allzulanger Zeit arbeitete sie als Freelancerin bei einer Münchner Werbeagentur. Ihr Stundensatz: 20 Euro.
Ein Selbständiger braucht jedoch mindestens 70 Euro pro Stunde, um auf das Jahresgehalt eines durchschnittlich verdienenden Angestellten zu kommen.
Es ist nur scheinbar ein gutes Geschäft für einen Kunden, einen Selbständigen schlecht zu bezahlen. Umgekehrt gilt für Selbständige, dass es manchmal besser ist, auf ein Geschäft zu verzichten, wenn der Preis nicht stimmt…
Zahlen Sie fair
Eine Zusammenarbeit mit einem Selbständigen ist nur dann erfolgreich, wenn beide Partner zufrieden sind. Sie als Kunde erwarten eine erstklassige Leistung, der Selbständige erwartet Respekt und angemessene Bezahlung.
Wenn einer der beiden Geschäftspartner mit den Konditionen der Zusammenarbeit unglücklich ist, kommt am Ende nichts Gescheites dabei heraus. Denn statt Vertrauen herrscht dann Misstrauen und die Stimmung ist vergiftet.
Schlechte Bezahlung = schlechte Arbeit
Selbst wenn Sie es billiger haben könnten, sollten Sie faire Preise für eine Dienstleistung bezahlen. Denn ein schlecht bezahlter Arbeiter wird seiner Arbeit mit wenig Motivation nachkommen. Und als Kunde erhalten Sie dann ein schlechtes Ergebnis.
Ein fair bezahlter Arbeiter hingegen wird sich mit voller Motivation Ihrem Projekt widmen. Und somit bekommen Sie ein Ergebnis, in dem das ganze Können und die ganze Leidenschaft des Dienstleistenden steckt. Und das zahlt sich für Sie aus.