Nachschau EPU-Stammtisch in Innsbruck
9. Okt 2008 von Albert Bloch
Gestern habe ich zum ersten Mal den Stammtisch für Einpersonenunternehmen in Innsbruck besucht. Und der Besuch hat sich gelohnt – das kann ich jetzt schon sagen.
Organisatorin Claudia Schwarz von Imagehaus vom Netzwerk EPU4EPU hat gleich am Anfang eines klargestellt: Der Stammtisch ist nicht dazu da, dass man mit 10 neuen Aufträgen nach Hause geht. Er dient vielmehr dem Gedankenaustausch und zwanglosen Plaudern mit Leuten, die in einer ähnlichen Situation wie man selbst sind.
Hier ein kleiner Erfahrungsbericht…
Gesprächspartner aus verschiedensten Branchen
Beim gestrigen Treffen waren acht Personen anwesend, vier davon kamen aus der Werbebranche. Außerdem waren noch ein Bilanzbuchhalter, ein Verkaufstrainer, ein Marktforscher und ein Projektmanager da. Das Alter der Teilnehmer lag bei Ende 20 bis Mitte 50 Jahren. Also ein reicher Fundus an Erfahrungen, den man für sich nutzen konnte.
Besonders interessant für mich war ein Gespräch mit Winfried Herbst, dem Geschäftsführer der Firma BIG Detail in Innsbruck. Wir haben darüber diskutiert, wie Unternehmen noch immer die Möglichkeiten des Internet unterschätzen.
Unterschätztes Internet
Im Vergleich zu Printanzeigen ist das Internet eine spottbillige Werbeform. Und beinahe jeder, der einen Internetanschluss hat, informiert sich heute im Internet, bevor er etwas kauft. In manchen Branchen geht man davon aus, dass 80 % der Kaufentscheidungen im Internet fallen.
Da ist es ganz einfach unverständlich, dass viele Unternehmen dieses Medium immer noch so sträflich vernachlässigen.
Hier eine Aufzählung der schlimmsten Internet-Sünden (das ist nur meine persönliche Meinung und diese Liste ist nicht erschöpfend):
- Die Seiten sind nicht sauber programmiert. Das verhindert ein gute Ranking in den Suchmaschinen.
- Die Texte sind zu kurz und nichtssagend. Suchmaschinen konzentrieren sich heute mehr und mehr auf den Content von Seiten. Also brauchen Sie gute Texte, wenn Sie gefunden werden wollen. Aber Suchmaschinen sind nur das eine – Ihre Texte müssen auch leserfreundlich sein. Sonst werden Sie zwar schnell gefunden, aber die User klicken ebenso schnell wieder weg.
- “Nur eine Visitenkarte”: Früher konnte man es sich leisten, nur eine Visitenkarte im Netz zu haben. Wer sich heute jedoch im Internet abheben will, muss seinen Besuchern mehr bieten. Denn das Angebot im Internet ist inzwischen so groß, dass reine Visitenkarten-Seiten niemanden mehr interessieren.
- Veraltete Inhalte: Im Internet gilt nicht die Devise “Die Großen fressen die Kleinen”, sondern “Die Schnellen fressen die Langsamen”. Da ist es unverständlich, dass der News-Bereich auf vielen Internetseiten alles andere als aktuell ist.
- Kein Ziel: Mein Texterkollege Detlef Krause sagt “Die meisten Webseiten können nicht einmal einem Verdurstenden ein Glas Wasser verkaufen” – und er hat recht. Viele Unternehmen scheinen immer noch nicht erkannt zu haben, dass Ihre Internettexte verkaufen sollen.
Die Liste ließe sich vermutlich endlos fortführen…
Eines sollte man jedoch bedenken: Das Internet wird sich weiterentwickeln. Höchste Zeit also, diesem Medium endlich die Aufmerksamkeit zu widmen, die es verdient. Ansonsten lacht sich Ihre Konkurrenz ins Fäustchen.
Ich sehe das genau so. Nur leider ist halt immer noch bei vielen Geiz GEIL und genau bei dem was für Buchungen sorgen sollte wird gespart. Wenn die Website dann nicht den gewünschten Erfolg hat kommt das große Erwachen.
Kunden und Keywordanalyse ist die Grundlage jeder erfolgreichen Site. Auf diese Daten müssen dann alle folgenden Schritte wie Programmierung/Navigation und Texte aufbauen.
Der richtige Text und eine gut optimierte Seite ist wichtiger als das schönste Design. Denn was nützt die schönste Website wenn Sie niemand findet.
Hallo Wolfgang,
da spricht einer aus Erfahrung, will mir scheinen. Tja, die Arbeit von Web-Programmierern und Texter hat eben ziemlich viel gemeinsam. Im Idealfall sollten Texter und Programmierer sogar gleichzeitig an einem Projekt arbeiten. Das garantiert optimalen Erfolg.