Was tun mit nervigen Kunden?
25. Nov 2008 von Albert Bloch
Das Problem kennt wohl jeder Selbstständige – die einen aus eigener Erfahrung, die anderen aus Erzählungen von Kollegen: Auftraggeber, die einem den letzten Nerv rauben.
Die Zusammenarbeit ist schwierig, Absprachen werden nicht eingehalten, die Zahlungsmoral ist schlecht, die Preisvorstellungen des Auftraggebers sind lächerlich niedrig usw. usf.
Was tun? Soll man solche Kunden halten oder besser loswerden?
Zu diesem Thema bin ich heute auf einen interessanten Beitrag von Kerstin Hoffmann gestoßen. Sie nennt vier Kriterien, nach denen man entscheiden kann, ob man Kunden hält oder nicht:
- Spaß
- Potenzial
- Geld
- Referenzwert
Von diesen vier Kriterien sollten mindestens zwei zutreffen. Falls nicht, ist es besser, die Zusammenarbeit mit dem betreffenden Kunden zu beenden.
Auf das Bauchgefühl achten
Zum Glück ist es mir noch nicht passiert, dass ich mich mit nervigen Kunden herumärgern muss. Eigentlich merke ich meistens schon bei den Vorgesprächen zu einem möglichen Auftrag, wie sich die Zusammenarbeit gestalten wird. Und wenn ich ein ungutes Gefühl habe, nehme ich den Auftrag lieber nicht an. Oder ich wende die vier obigen Kriterien an.
Natürlich habe ich auch schon Jobs gemacht, wo nicht alles eitel Wonne war. Zum Beispiel weil der Kunde Änderungen verlangte, von denen ich nicht überzeugt war. Oder ich nahm einen Auftrag hauptsächlich wegen des Geldes an. Aber die Kunden selbst fand ich dabei auch nie unangenehm.
Kerstin Hoffmann schreibt in ihrem Beitrag noch über einen Punkt, dem ich nur absolut zustimmen kann: Machen Sie sich nie von Ihren Kunden abhängig. Gehen Sie also nie mit der Einstellung “Ich brauche diesen Job unbedingt” auf Akquise.
Denn wer meint, auf jeden Job angewiesen zu sein und wer Angst hat, einen Kunden zu verlieren – der strahlt das auch aus. Und mit dem machen die Kunden dann tatsächlich, was sie wollen.