Wie geht’s weiter?
11. Aug 2009 von Albert Bloch
Aufmerksamen Lesern ist es sicher nicht entgangen, dass es in letzter Zeit etwas still auf meinem Blog war. Das liegt daran, dass ich mich momentan verstärkt dem Fotografieren widme. Ich möchte nämlich mein Hobby auch teilweise zum Beruf machen und bin eifrig am Üben.
“Wie werde ich besser?”
Sportler müssen viel trainieren, um besser zu werden, nur ein geübter Tischler wird einen soliden und gleichzeitig schönen Tisch zustande bringen, aber beim Fotografieren denken viele, dass Übung überflüssig ist. Mir ist es da lange Zeit gleich gegangen. Ich habe mir einfach gedacht, es reicht, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein.
Doch dank der Fotokurse von Rupert Larl habe ich gemerkt, dass ich mit Übung innerhalb relativ kurzer Zeit mein fotografisches Können enorm verbessern konnte. Und jetzt bin ich richtig angefixt. Denn obwohl ich schon viel gelernt habe, würde ich mich dennoch als Anfänger bezeichnen. Erst langsam gelingt es mir, Motive richtig im Sucher anzuordnen und dann auch noch das Licht optimal zu kontrollieren. Aber – es wird.
Man wird auch kritischer
Was ich auch gemerkt habe: Je mehr das fotografische Können wächst, desto selbstkritischer werde ich. Früher ist es mir gar nicht aufgefallen, wenn bei einem Porträt die Augen nicht 100%ig scharf waren. Heute ist das für mich ein Grund, so ein Bild wegzuschmeißen. Ähnlich geht es mir bei Landschaftsaufnahmen. Ich probiere jetzt viel stärker als Früher, die Bilder zu komponieren. Und Bilder, die mir früher gut gefallen haben, tun es heute nicht mehr.
Im Herbst werde ich an der Uni Innsbruck einen einsemestrigen Fotokurs bei Rupert Larl belegen, um mein fotografisches Können weiter zu verbessern. Der Kurs steht unter dem Motto “Stilkunde und Projektentwicklung”. Es geht also auch darum, die Fragen zu erörtern “Warum fotografiere ich?” und “Was will ich fotografieren?”. Auf diese philosophischen Aspekte freue ich mich schon sehr.
… noch ein Texter, den die Fotoleidenschaft gepackt hat
Ich texte auch und habe vor gut zwei Jahren das Fotografieren für mich entdeckt (mehr auf http://www.dorisdoppler.com). Und nach einiger Zeit geschah etwas Seltsames: Ich hatte plötzlich das Gefühl, nicht mehr texten zu können – als ob meine ganze Kreativität im Fotografieren “versickern” würde. Das hat sich aber schnell wieder gelegt und jetzt genieße ich es, dass mein Schreiben durch das Fotografieren bereichert wird (Stichwort: bildhaftes Denken).
In diesem Sinne – weiterhin viel Spaß auf deinen fotografischen Entdeckungstouren!
Lg aus Innsbruck
Doris