Perfekte Bewerbungsfotos

Bei Bewerbungsfotos sollten Sie besser nichts dem Zufall überlassen…

Stellen Sie sich vor, Sie haben ein Date. Natürlich möchten Sie Ihren potenziellen Partner beeindrucken. Deshalb verbringen Sie viel Zeit damit, sich für den Termin zurechtzumachen. Vielleicht kaufen Sie sich davor sogar etwas Neues zum Anziehen oder gehen zum Friseur – Sie wollen einfach einen guten Eindruck machen, das ist ja selbstverständlich.

Nicht selbstverständlich scheint es hingegen für viele Bewerber zu sein, einen guten Eindruck hinterlassen zu wollen. In einem kürzlich durchgeführten Test der Stiftung Warentest beklagte die überwiegende Mehrzahl von Personalverantwortlichen die miese Qualität von Bewerbungsfotos. Die Bilder wirkten oftmals so, als würden sie aus dem Automaten kommen, kaum eines genüge professionellen Ansprüchen.

Hauptsache schnell und billig

Das Bild von mir zu Beginn dieses Beitrages stammt übrigens auch aus einem Fotoautomaten am Bahnhof. Es ist grünstichig, der Ausdruck weist Streifen auf, zudem ist die Haltung nicht gut (was an der engen Kabine liegt, in der das Foto entsteht).

Sie alle kennen sicher die Werbungen diverser Fotohandelsketten: “Bewerbungsfotos nur 9,99 Euro”. Das läuft dann so ab, dass man wiederum in einen kleinen, meist halogenbleuchteten Raum geführt wird und ein Verkäufer macht dann ein Bild von einem – im schlimmsten Fall mit einer Kompaktkamera oder einer DSLR mit Aufsteckblitz. Das Resultat sind wieder Schatten und ein satter Grünstich im Gesicht.

Noch schlimmer als die Qualität solcher Fotos ist aber der Eindruck, den Sie damit bei Personalverantwortlichen hinterlassen. Die denken sich nämlich: “Hm, offenbar ist dem/der ein Job bei uns nicht wichtig, sonst hätte er/sie sich wenigstens ein vernünftiges Foto machen lassen können.

Was macht ein guter Fotograf anders?

Prinzipiell setze ich bei einem guten Fotografen voraus, dass er sein Handwerk beherrscht. Das heißt, er sollte in der Lage sein, Ihnen Bewerbungsfotos anzufertigen, die gute Hauttöne aufweisen, richtig scharfgezeichnet sind. Außerdem sollten Sie natürlich gut beleuchtet sein.

Ich frage meine Kunden darüber hinaus immer noch, wofür Sie sich denn bewerben möchten. Denn jemanden, der sich für einen Job in der Bank bewirbt setze ich anders in Szene als jemanden, der Kinderanimateur werden möchte. Ratsam ist es oft, zwei bis drei Outfits mitzubringen. So können wir gemeinsam das beste aussuchen.

Hier jetzt ein paar Beispiele für Bewerbungsbilder:

Bewerbungsbilder

Mit einem gut gemachten Farbfoto fährt man natürlich nie schlecht. Personalchefs sehen aber auch Schwarz-weiß-Bilder recht gern, v.a. wenn sie professionell gemacht sind. Also bitte keine alten Ausweisbilder in SW verwenden.

Es lohnt sich übrigens immer, sich Gedanken über die Kleidung zu machen, die man für Bewerbungsbilder wählt. Die Dame oben ist noch recht jung und will sich für einen künstlerischen Job bewerben, da passt ihr Outfit. Wenn es ein seriöserer Beruf ist, empfiehlt sich natürlich Business-Outfit. Und ganz egal, ob Sie das gerne hören oder nicht – unsere Welt ist immer noch sehr männer-dominiert. Deshalb empfehle ich Damen oft, sich nicht zu weiblich zu kleiden, sondern den männlichen Business-Style ein wenig zu kopieren. Achten Sie beim untenstehenden Foto darauf, wie es einmal eher weich und sanft wirkt und das andere Mal ganz stark business-like.

Das bringt ein gutes Bewerbungsbild

Zugegeben, gute Bewerbungsbilder kosten mehr als 9 Euro, nämlich oft so zwischen 50 und 120 Euro. Klingt viel? Dann setzen Sie das doch einmal in Relation zum ersten Gehalt, das Sie in der neuen Stelle bekommen, dann ist das gar nicht mehr so viel. Und stellen Sie sich vor, wie Sie sich ärgern, wenn ein Konkurrent den Job bekommt, weil er ein gutes Foto hatte und Sie das Nachsehen haben.

Gute Bewerbungsbilder zeichnen sich dadurch aus, dass Sie sich positiv von der Masse der Fotos abheben, welche die Personalchefs und -chefinnen bei Bewerbungen in die Hände bekommen. Dazu sollten sie natürlich nicht zu klein sein – optimal sind um die 6 x 9 cm. Sie hinterlassen einen so guten Eindruck, dass Ihre Bewerbung gelesen wird. Sie schaffen es damit sozusagen durch die erste Runde im Bewerbungs-Poker und haben gute Chancen, zum Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden.

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