Visual Storytelling

Am kommenden Freitag findet an der FH Kufstein ein Symposium mit dem Titel “Visual Storytelling” statt. Mit dabei wird die amerikanische Fotografin Jenn Ackermann sein, die übrigens auch in der letzten Ausgabe des PDN-Magazines vorgestellt wurde.

“Visuelle Kommunikation” – was ist das eigentlich?

Für mich ist der Besuch dort ein Muss, denn es interessiert mich sehr, was die Redner zu diesem Thema zu sagen haben. Mir ist nämlich bislang vor allem aufgefallen, dass man hierzulande nur fragende Blicke erntet, wenn man auf das Thema “visuelle Kommunikation” zu sprechen kommt.

Es ist eine Binsenweisheit: Wer eine gute Geschichte zu erzählen hat, dem wird Aufmerksamkeit geschenkt. Das ist bei einem Text nicht anders als bei Fotos oder Videos. Umso mehr verwundert es mich, dass sich das in der heimischen Fotografen- und vor allem der Werbeszene noch nicht stärker herumgesprochen hat. Gefordert werden nach wie vor vor allem technisch einwandfreie, aber fade, Fotos. Dabei stellt jedes mittelmäßige Bild, das eine gute Geschichte erzählt, ein technisch perfektes, das langweilig ist, in den Schatten.

Wenn man sich die Shootingstars der amerikanischen Werbeszene so anschaut, erkennt man, dass es diesen sehr oft nicht um das perfekte Bild geht, sondern um die Story, die es vermittelt. Und die Kunden wissen das zu honorieren. Aber vielleicht dauert hierzulande ja einfach alles ein bisschen länger ;-))

Multimedia kommt

Es lohnt sich jedenfalls, auf den Seiten von z.B. Jenn Ackermann, Brian Finke oder Corey Arnold vorbeizuschauen. Diese Fotografen arbeiten nicht nur komplett anders, als es viele hierzulande noch gewohnt sind. Sie sind nicht nur technisch hervorragend. Nein, neben Fototechnik kennen sie sich auch in der Videoerstellung und im Erzählen von Geschichten aus. Und genau das ist es, was ihre Bildserien so spannend macht.

Der niederländische Fotograf Kadir van Lohuizen meint, dass die Fotografie, wie wir sie heute kennen, in 15 Jahren ausgestorben sein wird. Der Trend gehe in Richtung Multimedia-Journalismus.

Ich denke, dass es nicht nur für Fotografen wichtig ist, sich mit diesen neuen Trends auseinander zu setzen, sondern auch für deren Kunden. Denn in Zukunft wird es nicht mehr reichen, einfach nur gute Bilder zu machen. Es wird darum gehen, eine spannende Geschichte damit zu erzählen, um die Gunst des Publikums zu gewinnen.

 

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