Update Fürst Albert

Im vorigen Artikel habe ich meine Meinung zu Charity-Events am Beispiel des Promi-Skirennens vom März 2014 in Seefeld kund getan. Die Zahlen in diesem Artikel waren jene, die der Öffentlichkeit und damit mir bislang bekannt waren.

Heute hat mich TVB-Direktor Markus Tschoner zu einem Gespräch eingeladen, um seine Sicht der Dinge darzulegen. Dabei hat er mir auch Zahlen präsentiert, die ich natürlich gerne veröffentliche:

Vordergründiges Ziel des TVB: Aufmerksamkeit

Markus Tschoner hat mir bestätigt, dass der Tourismusverband im März bei der Gemeinde Seefeld um eine Subvention angesucht hat. Konkret steht Folgendes in dem Subventionsansuchen (auszugsweise):

Auf Grund der hohen Dichte an Prominenten und Sportlern ist damit auch ein sensationelles Medienspektakel verbunden. …

Die Veranstaltung ermöglicht uns, das Image von Seefeld entsprechend nachhaltig zu steigern. Geplant ist, dass wir dieses Event alle zwei Jahre in Seefeld haben werden. … Damit wäre gewährleistet, dass eine Kontinuität für die nächsten Jahre gegeben ist.

Aus diesem Grunde möchte ich gerne bei der Gemeinde Seefeld um eine Unterstützung in der Höhe von € 10.000,– ansuchen.

Insgesamt ist dieser Event mit rund € 85.000,– budgetiert. Durch Partner wie Tirol Werbung, BMW, Rossignol und ein paar Kleinsponsoren haben wir eine solide Finanzierung aufgestellt. …

Wie mir TVB-Direktor Markus Tschoner bestätigt hat, lag das Interesse des TVB naturgemäß darin, eine möglichst große Öffentlickeit zu erreichen, um dieser den Namen Seefeld ins Gedächtnis zu rufen. (Darauf bezog sich meine Kritik übrigens gar nicht. Wer den Leserbrief im vorigen Beitrag genau gelesen hat, kann dies problemlos feststellen.)

 

Grundlegende Kritik bleibt

Entgegen dem vorgesehenen Budget von €85.000,– lagen die Gesamtkosten dieses Events bei rund € 66.000,–, erklärte mir heute TVB-Direktor Tschoner. Den TVB kostete er rund 23.000,– Euro, der Rest wurde von Gemeinde Seefeld und anderen Sponsoren getragen.

Damit haben sich zwar die Kosten etwas reduziert. Die grundlegende Kritik meinerseits bleibt allerdings bestehen, nämlich dass der getriebene Aufwand allenfalls für das Ziel der erreichten PR verhältnismäßig scheint, nicht jedoch für das Ziel der Wohltätigkeit.

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